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Die Dominanten Ihrer Konstellation zeigen widersprüchliche Tendenzen. So erkennt man einen Gegensatz zwischen Gefühlsbetontheit und Kühle, Phantasie und Verstand, Anpassungsfähigkeit und Eigenwilligkeit. Sie sind eine Persönlichkeit mit vielen Kontrasten, die sich jedoch nicht so leicht vereinen lassen. Sie können gefühlsstark und zärtlich sein, darauf bedacht zu gefallen, doch sind Sie aufgrund Ihrer Sensibilitat sehr verletzbar. Die Kontrolle Ihrer Gefühle fällt Ihnen recht schwer, und diese kann einen längeren Reifungsprozess benötigen. Sie können Ihre Logik missbrauchen, um mit Ihren Gedankenkonstruktionen gegen Ihre Feinde ins Feld zu ziehen. Doch ebenso wie Ihr Verstand mit Ihren Gefühlen in Konflikt gerät, widerspricht Ihr Bedürfnis nach Abwechslung Ihrer sonst eher traditionsverbundenen Art. Ein wesentliches Problem Ihres Werdegangs wird die Entscheidung zwischen der gefühlsmässigen Verbundenheit mit der Vergangenheit und Ihrem Intellekt sein, der auf Avantgardistisches und Zukünftiges gerichtet ist. Gelingt es Ihnen, sich wichtig zu fühlen und beruflich eine Schlüsselposition einzunehmen, ohne die notwendige Geborgenheit zu verlieren, so sind Sie sehr arbeitsam, ernsthaft und pflichtbewusst. Sie sind ausgesprochen kritisch und können sich manchmal auf nebensächliche Details fixieren. Sie haben Mühe, Herz und Verstand nebeneinander gelten zu lassen und sind dann wenig spontan, da Sie Ihre Emotionen immer wieder zensurieren. Im Ausdruck Ihrer Gefühle sind Sie diskret bis reserviert und oft auch etwas ängstlich. Am leichtesten fällt es Ihnen, Ihre Gefühle auszudrücken, wenn Sie sich überlegen fühlen, eine Helferposition einnehmen können oder mit Menschen zusammen sind, mit denen Sie sich sehr vertraut fühlen. Sie stellen Ihre Gefühle aber oft zugunsten sachlicher Interessen zurück und versuchen, Ihre Innenwelt vor fremden Einflüssen zu verteidigen. Ihre Kämpfe hängen oft mit Erinnerungen an frühere Erlebnisse zusammen, und Sie haben häufig das Verlangen, mit Personen, die Ihnen früher Leid zufügten, abzurechnen. Sie besitzen ein gutes Abstraktionsvermögen und eine Realitätsbezogenheit, welche Sie zu einer guten Bewältigung des praktischen Alltags befähigt. Durch Effizienz und Leistungsvermögen können Sie sich in der Welt des Konkreten gut durchsetzen. So wirken Sie ausgesprochen zuverlässig, was andere dazu veranlassen wird, Ihnen Verantwortung zu übertragen. Mehr Mühe haben Sie hingegen mit dem Zulassen gefühlsmässiger Regungen, die Sie oft als lästige Erscheinungen irrationalen Verhaltens betrachten. Wahrscheinlich wurde Ihren emotionalen Bedürfnissen als Kind keine grosse Beachtung geschenkt, so dass Sie früh darauf verzichteten, diese zum Ausdruck zu bringen, dafür lernten, vernünftig zu sein und sich den äusseren Bedingungen anzupassen. Sie stehen im Zwiespalt zwischen der Anpassung an Sachzwänge und dem tiefen Wunsch, sich gehenzulassen und dem Lustprinzip folgen zu können. Sie rutschen immer wieder in die Rolle der Beschützerin, die sich den Bedürfnissen anderer annimmt. Sie fühlen sich von Menschen angezogen, die Weichheit und Nachgiebigkeit ausstrahlen und einen intensiven Zugang zu ihren emotionalen Stimmungen und Bedürfnissen haben, dafür mit der Welt des Konkreten Schwierigkeiten haben. Möglicherweise sind es Partner, die diese Qualitäten verkörpern, und von denen Sie lernen können, emotionale Durchlässigkeit zuzulassen, um zu Ihren eigenen tiefsten Gefühlen vorzustossen. Es könnte sein, dass Sie die Integration der für Sie schwer fassbaren Welt der Gefühle über einen Beruf angegangen sind, in dem Sie sich aus einer sachlichen Distanz heraus mit gefühlsbetonten Themen bei andern befassen, sei dies als Psychologin, Pädagogin oder auch über eine Beschäftigung mit Personalfragen innerhalb eines Betriebes. Es ist wichtig für Sie, sich der Welt der Gefühle zu öffnen, und echte partnerschaftliche Bezogenheit zu entwickeln. Sie besitzen eine starke Tendenz, in einer Beziehung, die Kontrolle zu behalten. Irgendetwas in Ihnen fürchtet sich davor, vom Partner abhängig zu werden. Sie ziehen es vor, den Partner dadurch an Sie zu binden, dass Sie ihm viele Vorteile bieten, während es Ihnen ausserordentlich schwer fällt, Liebe und Zuwendung in der Form, wie sie gerade auf Sie zukommt, entgegenzunehmen. Doch gerade diese Öffnung wäre wichtig, um Ihr grosses Bedürfnis nach wirklicher Nähe zu befriedigen. Die Tatsache, dass Sie alles im Griff haben wollen, bringt nicht die Befriedigung, die Sie sich erhoffen. Sie dürften in der Kindheit Ihre Umgebung als einschränkend erlebt haben. Vielleicht wirkt das Gefühl noch nach, zu kurz gekommen zu sein, was ein starkes Bedürfnis auslösen dürfte, es nun besser und grosszügiger zu haben. Vielleicht erwarteten Sie dementsprechend in Ihren Beziehungen zunächst einmal, dass ein Partner Sie aus Ihrem Alltag befreit und Ihnen neue Dimensionen eröffnet. Es wäre auch möglich, dass Sie sich aus einem missverstandenen Opfergeist heraus angeboten haben, einen schwächeren Partner zu retten. In beiden Fällen ist das Thema einer Überforderung gegeben, entweder für den Partner oder für Sie selbst. Statt das Blaue vom Himmel zu erwarten oder das Unmögliche so zu versuchen, dass es nicht gelingen kann, wäre es besser, Sie würden die ursprünglich als unbefriedigend erlebte Realitat als Ausgangsbasis für eigene Leistungen, die zu einer Verbesserung führen, akzeptieren. Wichtig ist, dass Sie nicht der Tendenz verfallen, die nicht passenden Aspekte der äusseren Wirklichkeit zu negieren, um sich in eigene selbstgebastelte Wunschvorstellungen zu flüchten. Sie könnten sonst zu Unehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber neigen. So könnten Sie zum Beispiel viel Zeit darauf verwenden, die Zuwendung eines anderen Menschen zu erringen und sich dann - wenn dieser darauf eingeht - plötzlich eingeengt fühlen und vor zuviel Nähe zurückzuschrecken. Machen Sie sich nichts vor, und achten Sie darauf, ob Sie nicht 'Notlügen' einsetzen und Hintertürchen offenhalten für einen Ausstieg. Im Moment, wo Sie sich einbringen, dürften Sie Ihren Partner durch ein hohes Mass an Fürsorglichkeit beglücken, wobei Ihre Aufopferung nicht immer ganz uneigennützig ist. Dadurch, dass Sie viel für den andern tun, machen Sie ihn nämlich auch abhängig. Auch wäre es gut, etwas mehr Lockerheit zuzulassen, da ein System von gegenseitigen Pflichten und Rechten spontane Liebesgefühle auch ersticken kann. Sie erwarten von einem Partner, dass er Ihnen einerseits Zärtlichkeit und Nähe vermittelt, Ihnen andererseits jedoch genügend Freiraum lässt für Ihre eigenen Interessen und den Ausdruck Ihrer Persönlichkeit. Eine Beziehung sollte Ihnen die Befriedigung Ihrer emotionalen Bedürfnisse erfüllen. Im Zusammensein mit einem Partner möchten Sie gefühlsmässige Übereinstimmung und Nähe erleben. Sie möchten Ihre ganze Bedürftigkeit zeigen können und den Schutz und die Geborgenheit, die Sie selber bieten, auch von Ihrem Partner erhalten. Mit dieser Erwartung können Sie einen Partner auch überfordern, da Sie den Anspruch haben, er müsste ohne Worte spüren, was Sie brauchen. Die Suche nach emotionaler Erfüllung dürfte Ihrer Partnerschaft auch eine Komponente von Eltern-Kind-Beziehung geben, wobei Sie abwechselnd einmal in der bedürftigen, dann aber wieder in der beschützenden Rolle sein können. Dies kann in Ihrer Partnerschaft zu einer grossen Vertrautheit und Verbundenheit führen. Eine Gefahr besteht allerdings darin, dass dadurch eine Abhängigkeit entsteht, aufgrund derer Sie sich gegenseitig in Ihrer Rolle festhalten und die Entwicklung zu persönlicher Eigenständigkeit gebremst wird. Auch in einer stabilen Beziehung wird die Erotik zwischen Ihnen und Ihrem Partner kaum das wichtigste Bindeglied darstellen. Sie dürfte sich viel eher in einem gesitteten, pragmatischen Rahmen abspielen. Achten Sie darauf, dass die kühle Distanz, die Ihnen hilft, sich nicht von irgendwelchen Leidenschaften wegschwemmen zu lassen, nicht dazu benutzt wird, durch Dosierung von Gewährung und Zurückweisung Macht über den Partner zu erlangen, indem Sie seine triebhafte Abhängigkeit dazu benutzen, um Konzessionen zu erwirken. Sie werden von Menschen angezogen, die gefühlsbetont, familienbezogen und häuslich sind. Während Sie selbst viele Belange des Lebens über Ihren Intellekt analysieren und nach abstrakten Kriterien beurteilen, ist Ihnen der Zugang zur Welt Ihres Unbewussten weniger vertraut, so dass Sie manchmal Mühe haben, Qualitäten von Hingabe und Bezogenheit zu vertrauen. Ein Partner, der zu seinen weichen und empfänglichen Seiten steht, kann Ihnen dabei eine grosse Hilfe sein. Sie werden sich zwar ab und zu über seinen Mangel an Initiative und seine Abhängigkeit ärgern, aber Sie realisieren, dass er aufgrund seiner ruhigen Art Qualitäten besitzt, die Ihnen gut tun.